Presseaussendung der Bezirksvorsteherin Leopoldstadt

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Heute ist uns eine Presseaussendung von der Bezirksvorsteherin des zweiten Bezirks weitergeleitet worden. Es macht uns ein bisschen Hoffnung, dass sich wichtige Leute jetzt gegen zu viel Kommerzialisierung am Donaukanal aussprechen. Und dass die Schwerpunktsetzung auf Umsatz dem „Gestaltungs- und Entwicklungsleitlinien für den Wiener Donaukanal“ widerspricht. Vielleicht wird es nicht so schlimm, wie das zuletzt gewirkt hat:

BV Lichtenegger: Vielfalt des Donaukanalraums auch in Zukunft gewährleisten
Neuvergabe der Flächen ohne Einbindung der betroffenen Bezirke und des Donaukanalkoordinators ist unverständlich
Wien (OTS) – „Die Vorgangsweise, sowohl an den betroffenen Bezirken als auch am Donaukanalkoordinator der Stadt Wien vorbei eine Ausschreibung durchzuführen, ist völlig unverständlich und sollte dringend überdacht werden“, kritisiert Uschi Lichtenegger, Bezirksvorsteherin der Leopoldstadt anlässlich der Neuausschreibung der Flächen entlang des Donaukanals durch die Donau Hochwasserschutz Konkurrenz (DHK).

„Der Donaukanal hat sich in den letzten Jahren zu einem bei den WienerInnen äußerst beliebten und auch international beachteten Erholungs- und Freizeitraum entwickelt. Besonders gilt dies natürlich für die BewohnerInnen der Leopoldstadt, die das vielfältige Angebot für Jung und Alt und für Menschen aus allen sozialen Schichten schätzen. Gerade dieser bunte Mix, der das besondere Flair des Donaukanals ausmacht, sollte allen ein Anliegen sein“, sagt Lichtenegger.

Neben der Vorgangsweise ist die Neuausschreibung für Lichtenegger auch inhaltlich fragwürdig: „Die angepeilte Kommerzialisierung nach dem Motto „Je größer, desto besser“, widerspricht den erst vor wenigen Jahren vorgelegten Gestaltungs- und Entwicklungsleitlinien für den Wiener Donaukanal, der sogenannten „Donaukanal Partitur“. Die „Donaukanal Partitur“ empfiehlt unter anderem, den Donaukanalraum nicht dem Verwertungsdruck privater Investoren zu unterwerfen, sondern ihn auch künftig freizuhalten für Spontanes, Sich-Entwickelndes, für partizipative Projekte.“

Der Donaukanalraum ist für die Lebensqualität in der Stadt, und besonders jene der LeopoldstädterInnen zu wichtig, um ihn allein nach kommerziellen Gesichtspunkten zu betrachten. Ich werde das Gespräch mit Stadträin Sima suchen, damit entlang des Donaukanals auch in Zukunft jene Buntheit herrscht, die ihn weit über die Grenzen Wiens hinaus einmalig machen“, so Lichtenegger.

Rückfragen & Kontakt:
Uschi Lichtenegger
Bezirksvorsteherin Leopoldstadt
Tel. 01/4000/02111
E-Mail: uschi.lichtenegger@wien.gv.at

Update: Wir haben auch erfahren, dass es eine Bürgerinitiative „Donaucanale für alle“ gibt. Den Link haben wir unten zu den anderen im Menü getan. Ich werde zum nächsten Treffen gehen.

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